Egoismus statt Gemeinsinn! 17. Februar 2008
Posted by quatschs in Emad.1 comment so far
Antisemitismus; ein Missverständnis 4. Februar 2008
Posted by xamix in Amir.Tags: Antisemitismus, iran
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Ein wichtiges Thema, womit man sich in Deutschland – besonders zurzeit als Iraner – ab und zu mal beschäftigt ist der Antisemitismus. Ich finde, dass dieses Thema in jedem Land im Bezug auf seine Geschichte interpretiert werden soll. Beurteilung der Aussagen ohne Berücksichtigung der Geschichte und Meinungen, die dahinter stehen, ein Missverständnis hervorruft.
Antisemitismus in Europa und Deutschland
Die älteste Ursache bezieht sich auf die Schuld am Tod Jesus durch jüdisches Volk und zur Folge die Anti-jüdischen Aussagen im Neuen Testament. Aus diesem Grund wurden Juden im Mittelalter diskriminiert und unterdrückt. Dieser Hass wurde immer wieder durch verschiedene Ursachen fortgesetzt und teilweise verstärkt und im zweiten Weltkrieg erreicht er seinen Höhepunkt. Da am Ende des zweiten Weltkriegs – zum ersten Mal in der Geschichte – alle Kriegsführer durch Gerichtsverfahren verurteilt wurden, kann man das als eine Renaissance der „Gerechtigkeit für die öffentliche Meinung“ bezeichnen. D.h. man dürfte nicht mehr ohne Begründung jemanden töten. Das ist die neue Regel des Spiels, die durch Entwicklung der Menschlichkeit zur Stande gekommen ist. Man versucht jetzt die schlechten Taten zu entschädigen. Dazu gehört natürlich zur ersten Stelle der Antisemitismus, der in Deutschland immer noch ein sehr sensibles Thema ist.
Antisemitismus im Iran
Die letzte Auswanderung der Juden von Israel in die ganze Welt (wegen der römischen Herrschaft) geht auf 135 n. Chr. zurück. Im Jahr 1882 erfolgt die erste Einwanderung der Juden wegen politischer und religiöser Unterdrückung nach Israel. Drei Jahren nach dem zweiten Weltkrieg (1948) ist der Staat Israel mit Hilfe von damaliger Weltmacht, Großbritannien, begründet. Es wurde auch betont, dass bei der Entstehung des neuen Staats die Rechte der Einheimischen berücksichtigt werden soll. Der neue Staat Israel hatte bis zur islamischen Revolution 1979 sehr enge Beziehungen mit dem Iran gehabt. Zuvor sind auch in der Geschichte des Iran keinen ernsten religiösen oder rassistischen Konflikt mit Juden registriert wurde.
Aber seit der Revolution gehört auch die iranische Regierung zu den muslimischen Staaten, die Israel nicht anerkennen. Nach ihrer Meinung hat die israelische Regierung ohne Vereinbarung mit der damals Einheimischen Palästinenser, das Land besetzt, der Staat begründet und seitdem die radikalen Juden die Muslimen in diesem Land unterdrücken. Diese Meinung möchte ich hier weder ablehnen noch bestätigen.
Das Missverständnis
Zurzeit wird die iranische Regierung – genauer gesagt der Präsident wegen seiner Aussagen – als Antisemitist bezeichnet. Er wird auch mittlerweile mit Hitler verglichen und seine Aussagen werden rassistisch abgestuft. Die Stellungnahme der iranischen Regierung gegen Israel ist aber offenbar eine rein politische Meinung, wobei es nur um die geografische Besetzung des Landes geht. Die Meinung geht auch darüber hinaus, dass die Juden durch beabsichtige Übertreibung der Geschichte, ihre politische Ziele erreichen möchten. Ich möchte hier diese Meinung weder verteidigen noch darüber zu diskutieren. Es geht um die Interpretation.
Diese Stellungnahme der jetzigen iranischen Regierung erinnert die Europäer an dem zuletzt geschehenen Konflikt mit Juden: Die zweite Weltkrieg und Hitler. Obwohl solche Unanerkennungen der Regierungen überall durch viele Länder ausgeführt wurden, werden sie aber nicht als rassistische Entscheidungen angesehen. Ich finde dass dieses Thema mehr durch große Mächte und zur Folge die Medien zum Erreichen anderer Ziele mit Absicht falsch interpretiert und dadurch ausgenutzt wird.